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Mailings sind tot?

24.11.2016

Wer verschickt denn heute noch Mailings? Angesagt sind doch Mails oder Newsletter, die über Software praktisch kostenlos an einen beliebig großen Adressatenkreis versendet werden. Warum also noch Geld ausgeben?

Das ist insofern richtig, als ein Standard-Mailing also Anschreiben im DINlang Briefumschlag sicherlich nicht der Königsweg der Kommunikation ist. Der Briefbogen dürfte häufig als Mail versendet effektiver sein. Das andere Extrem sind die aufwendigen Mailing-Pakete von Porsche, Mercedes, Audi oder BMW. Man fragt sich, ob sich der Aufwand rechnet.

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Schauen Sie doch in die neueste transfer – die Zeitschrift der deutschen und österreichischen Werbegesellschaft – und Sie werden über die Untersuchungsergebnisse staunen (Daume, J.; Hütti-Maack, V.; Gierl, H.: I want you to openmy letter: Effects of uncommen envelope formats and materials, transfer, 62(2016), S. 6 – 19): Die Ergebnisse sind „Hammer“:

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Ein übliches Mailing führt zu einer Öffnungsrate von 35 %. Ein außergewöhnliches Mailing zu einer Öffnungsrate von 65%. Da die Response-Rate nach dem Öffnen von 10 % bei beiden Typen gleich ist, kann man schon ahnen, um wie viel erfolgreicher das ungewöhnliche Mailing ist. Bei einem Gewinn von 15 € pro geöffnetem Mailing, erreicht das normale Mailing einen Gesamt-Profit von 5.000.- €, das extraordinäre einen von 375.000.- €, jeweils bei 1 Mio. Aussendungen.

Im Beispiel kostet das ungewöhnliche Mailing das 5-Fache des normalen Mailings, nämlich 100.000.- € gegenüber 20.000.- €. Mit anderen Worten: Die zusätzlichen 80.000.- €, die das ungewöhnliche Mailing mehr kostet, werden durch den Profit-Zugewinn von 370.000.- € deutlich überkompensiert.

In den Kommunikationsalltag übersetzt, heißt das doch: Selbst wenn sich die horrenden Unterschiede in der Praxis als weniger horrend erweisen sollten, sollte man doch auf „normale“ Mailings verzichten. Zumindest das Format sollte ungewöhnlich – dann rechnet sich das Directmail.

 

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