Integrierte Kommunikation – notwendiger denn je!

Auf der Website der Agentur Leven wird die Notwendigkeit von integrierter Kommunikation hervorgehoben. Das hat dazu geführt, dass mich ein Besucher der Website angerufen hat, um mir zu erklären, dass integrierte Kommunikation doch völlig gestrig wäre, denn bei den vielen Channels, die heutzutage bedient werden müssten, sei es doch schlicht unmöglich überall das gleiche Motiv zu verwenden.

Das Telefonat macht eine gängige Fehlinterpretation deutlich: Integrierte Kommunikation würde überall das gleiche Bildmotiv verlangen. Das ist aber einfach zu kurz gegriffen und wurde der Kommunikationsrealität  nicht gerecht. Integrierte Kommunikation ist eine alle Kommunikationsinstrumente umfassende Kommunikationsstrategie. Dass das sowohl offline als auch online gilt, versteht sich von selbst, denn jede Markenführung muss heutzutage auch digital sein. Bei der integrierten Kommunikation kommt es also darauf an, dass

damit alle Touch Points immer auf den gleichen Markenkern einzahlen, auch wenn z.B. jeweils unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden. Dann ändert sich vielleicht das Wording zielgruppengerecht, aber die Botschaft bleibt gleich.

Medienspezifisch bedeutet, dass die Eigenheiten jedes Channels zu beachten sind. Man kann also nicht die Anzeige zum Banner machen oder zu einem Digital out of Home-Motiv, sondern muss zumindest adaptieren.

Und wenn man noch an PR denkt, dann wird ganz deutlich, dass Integrierte Kommunikation nicht bedeutet, überall das gleich Motiv zu verwenden, sondern überall die gleiche Aussage zu verbreiten.

Wenn man so integrierte Kommunikation richtig versteht, wird integrierte Kommunikation mit zunehmender Anzahl von Channels wichtiger und nicht gestriger.

Integrierte Kommunikation muss auch entsprechend organisiert sein: Sie ist kaum zu realisieren, wenn für jede Maßnahme und für jeden Channel unterschiedliche Agenturen verantwortlich sind. Die Praxis zeigt, dass es fast immer auseinander triftet – mit entsprechenden Nachteilen für die Marke.

Entsprechend ist auch wieder ein Trend zu ganzheitlich betreuenden Agentur festzustellen. Die nicht unbedingt alle Kompetenzen im Hause haben muss, sondern über Netzwerke alle online und offline Aufgaben abdeckt, aber die Gesamtverantwortung für die integrierte Kommunikation gegenüber der Marke hat.

Hüh und Hott darf es nur bei Pferdekutschen geben, nicht in der Markenkommunikation!