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Trends in der Werbung Teil 2

26.01.2017

 

Im letzten Beitrag wurde gezeigt, dass Online und Mobile nur einen geringen Anteil von 12,5 % am Werbekuchen haben, aber durch Ansätze wie Native Advertising eher die gesamte Werbewirtschaft noch mehr in Verruf bringen könnten. Heute geht es um die Trends, die bei der klassischen Werbung – also dem weitaus größten Teil der Werbung – zu beobachtbaren sind.

Zwei Entwicklungen stehen im Vordergrund:

  1. Die zunehmende Vernachlässigung jeglicher Werbewirkung
  2. Die zunehmende Innensicht der Werbenden

Ad 1. Die zunehmende Vernachlässigung jeglicher Werbewirkung

Werbung lebt immer mehr von Kreativität, was eigentlich ja gut ist. Aber wenn man sich die Gewinner von Wettbewerben ansieht, dann erscheint die Kreativität aber immer abgehobener und immer weiter weg vom Nachfrager. Ob der Nachfrager die Werbung noch versteht oder nicht, scheint zunehmend egal, Hauptsache Werbetreibende und -gestalter können sich ausleben. Ob diese Kreativität die Marke stärkt oder Umsatz generiert, ist höchst fraglich.

Eher rausgeschmissenes Geld!

Kreativität ist unheimlich wichtig, aber sie muss sich der Marke und den Markenzielen unterordnen, sonst mutiert Werbung zu Kunst. Und wir wollen ja keine Kunst machen, sondern letztendlich etwas verkaufen.

Ad. 2: Die zunehmende Innensicht der Werbenden

Der zweite Trend scheint eine zunehmende Innensicht zu sein. Messages sind immer häufiger die, die der Werbende sieht, unabhängig von den möglichen Präferenzen der Nachfrager. Kommuniziert wird also das, was der Anbieter für wichtig hält, nicht unbedingt das, was den Nachfrager überzeugt, anmacht oder kaufen lässt. Egozentrik ersetzt Werbewirkung.

Eher rausgeschmissenes Geld

Natürlich ist keineswegs alle Werbung so, aber eine Tendenz in den aufgezeigten Richtungen ist feststellbar, wenn man sich nur einen Abend vor den Fernseher setzt oder durch die Innenstädte geht und auf Out-of-Home-Werbung achtet.

Eine Rückbesinnung auf den Nachfrager, der ja eigentlich Dreh- und Angelpunkt sein sollte, tut Not. Voraussetzung: Das Wissen um die Wirkmechanismen von Werbung ist überhaupt genügend vorhanden.

Und sagen Sie nicht, wirksame Werbung sei langweilig, unkreativ oder unsexy, das Vorurteil ist so alt, dass es schon längst sein Haltbarkeitsdatum überschritten hat.

Wie wirksame Markenwerbung geht – fragen Sie uns.

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