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Trends in der Werbung Teil 1

17.01.2017

Wenn man anhand der Anzahl der Veröffentlichungen Trends in der Werbung messen würde, wäre das Ergebnis klar: Der Megatrend geht erdrutschartig zu allem was digital bzw. online ist. Zahlen entlarven das aber als Aussage des Postfaktenzeitalters.

Lt. ZAW 2016 machen Online- und Mobile-Werbung mal gerade 12,5% der Nettowerbeeinnahmen der Top-5-Werbeträger in Deutschland aus. Fernsehen 38,8 %, Tageszeitungen 23,3 %, Anzeigenblätter 15,9 % , nur die Publikumszeitschriften mit 9,4% rangieren nach Online und Mobile. Zuwächse haben allerdings nur Online und Mobile (6%) und Fernsehen (3%) zu verzeichnen. Man sollte also die Kirche im Dorf lassen und Zuwachsraten nicht mit Niveaus verwechseln.

Die nur 1,5 Milliarden €, die in Online und Mobile fließen, können aber sehr wohl die gesamte Werbung noch mehr in Misskredit bringen. Stichwort: Native Advertising oder verdeckte Werbung oder Schleichwerbung.

Weil die Werbewirkung von Online-Bannern und Co. geringer wird, sieht man das Heilmittel in Werbung, die sich als redaktioneller Beitrag tarnt. Mit durchaus schwerwiegenden negativen Konsequenzen. Nachfrager fühlen sich für dumm verkauft und gleichzeitig werden redaktionelle Beiträge unglaubwürdiger. Ich glaube auch nicht, dass der Gesetzgeber, der ja glaubt, uns Konsumenten vor jeder möglichen Marketinggefahr schützen zu müssen, dem lange zu sehen wird, ohne schärfere Gesetze und Verordnungen zu erlassen.

Unabhängig also davon, ob Native Advertising überhaupt so wirkt, wie man hofft, woran man Zweifel hegen kann, sind im Endergebnis alle Verlierer: Nachfrager, Werbetreibende und natürlich die Medien, die das mitmachen.

Native Advertising hat mit Offenheit, Klarheit und Fairness wenig zu tun und ist deshalb ein Irrweg. Und auf Irrwege verzichtet doch jeder gerne.

Wie man wirksame Werbung im Netz macht? Fragen Sie uns…

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